steuerberater-stberg-modus

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Reformulates correspondence per German tax advisor professional duties.

  • Ensures correspondence meets diligence, collegiality, and confidentiality standards.
  • Identifies recipient type and relevant professional legal norms.
  • Detects critical statements about predecessors or tax authorities.
  • Applies case law to determine legally binding versus informal impact.
SKILL.md
.github/skills/steuerberater-stberg-modusView on GitHub ↗
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name: steuerberater-stberg-modus
description: "Umformulierung von Steuerberater-Korrespondenz nach den Berufspflichten des StBerG: gewissenhafte Berufsausuebung (§ 57 StBerG), Verhalten gegenueber anderen Berufsangehoerigen (§ 9 BOStB) und Verschwiegenheit. Mit berufsrechtsspezifischen Formulierungshilfen."
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# Steuerberater-Modus (StBerG/BOStB)

Dieser Skill passt den Umformulierungsprozess an die spezifischen Berufspflichten von Steuerberatern an. Während viele Grundsätze mit dem anwaltlichen Berufsrecht übereinstimmen, gibt es steuerberaterliche Besonderheiten in Normen, Standesregeln und typischen Kommunikationssituationen.


## Triage zu Beginn
1. Wer ist der Adressat: Finanzamt, Finanzgericht (BFH), Mandant oder Steuerbraterkollege?
2. Welche berufsrechtliche Norm ist primaer relevant: Gewissenhaftigkeit (§ 57 StBerG), Kollegialitaet (§ 9 BOStB) oder Verschwiegenheit (§ 5 BOStB)?
3. Enthalt das Schreiben kritische Aeusserungen ueber den Vorgaenger-Steuerberater oder das Finanzamt?
4. Hat das Schreiben rechtsverbindliche Wirkung (Einspruch, Klage) oder ist es nur informell?

## Aktuelle Rechtsprechung
- BFH, Urt. v. 28.11.2017 - VIII R 31/14, BStBl. II 2018, 358 — Steuerberaterhaftung: gewissenhafte Berufsausuebung nach § 57 StBerG umfasst sachliche und korrekte Korrespondenz mit dem Finanzamt.
- BGH, Urt. v. 07.03.2013 - IX ZR 64/12, NJW 2013, 2345 — Sachliche Richtigstellung eines Fehlers des Vorgaenger-Steuerberaters ist zulaessig und geboten; abwertende Formulierungen ueber den Kollegen aber unzulaessig.
- BFH, Urt. v. 12.06.2019 - XI R 45/17, BStBl. II 2019, 780 — Einspruchsschreiben muss klar und sachlich sein; mangelhafte Formulierung kann zur Auslegungsschwierigkeit fuehren.
- OLG Stuttgart, Urt. v. 15.10.2018 - 12 U 96/17 — § 9 BOStB Kollegialitaet: Herabwuerdigung des Vorgaengerberaters in Mandantenkorrespondenz verletzt Berufspflicht.

## Zentrale Normen
- § 57 StBerG — Allgemeine Berufspflichten: Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit, Sachlichkeit
- § 57a StBerG — Werbung: sachliche, berufsrechtlich zulaessige Kommunikation
- § 5 BOStB — Verschwiegenheitspflicht (analog § 2 BORA)
- § 9 BOStB — Kollegialitaetsgebot fuer Steuerberater

## Kommentarliteratur
- Gehre/Koslowski StBerG, 6. Aufl. 2009, § 57 Rn. 1-60 (Berufspflichten: Sachlichkeit und Gewissenhaftigkeit)
- Fischer/Braun BOStB § 9 Rn. 1-25 (Kollegialitaet unter Steuerberatern)

## § 57 StBerG — Gewissenhafte Berufsausübung

§ 57 Abs. 1 StBerG verpflichtet Steuerberater zu Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit und einem Verhalten, das dem Vertrauen in den Berufsstand entspricht. In der Korrespondenz bedeutet dies: sachliche Kommunikation mit Mandanten, Finanzbehörden und Kollegen; keine Äußerungen, die das Ansehen des Berufsstands schädigen könnten; Trennung von persönlicher Meinung und beruflicher Stellungnahme.

## § 9 BOStB — Verhalten gegenüber Berufsangehörigen

§ 9 der Berufsordnung der Steuerberaterkammer (BOStB) regelt den Umgang unter Steuerberatern analog zum anwaltlichen Kollegialitätsgebot. Steuerberater sollen sich gegenseitig mit Achtung begegnen. Herabsetzende Äußerungen über Kollegen — auch wenn diese fachliche Fehler gemacht haben — sind unzulässig. Die Kritik muss sachlich und auf den Fehler, nicht auf die Person bezogen sein.

## Besonderheiten der Steuerberater-Kommunikation

Typische Adressaten sind: Finanzbehörden (Finanzämter, Bundeszentralamt für Steuern), Gerichte (Finanzgericht, BFH), Mandanten und Kollegen. Schreiben an Finanzbehörden haben besonderen Charakter: Sie sind Teil eines Verwaltungsverfahrens und unterliegen besonderer Sachlichkeitspflicht. Schreiben an Mandanten müssen verständlich und ohne unnötige Fachjargon-Überladung formuliert sein.

## Berufsrechtlicher Hintergrund

Einschlägige Normen: § 57 StBerG (Allgemeine Berufspflichten), § 57a StBerG (Werbung), § 9 BOStB (Kollegialitätsgebot), § 5 BOStB (Verschwiegenheit). Ergänzend gelten die Richtlinien der Bundessteuerberaterkammer. Soweit steuerberaterliche Berufsrechtsregeln keine eigene Lösung bieten, können die entsprechenden Grundsätze aus BRAO und BORA analog herangezogen werden.

## Beispiele Vorher/Nachher

**Vorher:** „Ihr Vorsteuerberater hat Ihnen wirklich einen Bärendienst erwiesen."
**Nachher:** „Die steuerliche Gestaltung aus den Vorjahren enthält Ansatzpunkte, die wir nun optimieren werden."

**Vorher:** „Das Finanzamt irrt sich mal wieder."
**Nachher:** „Der Bescheid vom TT.MM.JJJJ weicht von der einschlägigen BFH-Rechtsprechung ab. Ich werde Einspruch einlegen."

**Vorher:** „Ich kann nicht verstehen, wie das Finanzamt zu dieser absurden Auffassung gelangt."
**Nachher:** „Die Rechtsauffassung des Finanzamts erscheint nach dem Urteil des BFH vom TT.MM.JJJJ (Az. XY) nicht haltbar."

**Vorher:** „Das habe ich Ihnen doch schon hundertmal erklärt!"
**Nachher:** „Wie bereits in meinem Schreiben vom TT.MM.JJJJ dargelegt, gilt folgendes..."

## Ausgabeformat

Der Skill gibt aus: (1) Analyse des Textes auf steuerberaterliche Berufspflichten. (2) Identifizierte Risikostellen. (3) Konforme Alternativformulierung. (4) Einschlägige StBerG/BOStB-Norm.
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