schriftsatz-abschnitt
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npx mdskill add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/schriftsatz-abschnittErstellt Schriftsatzabschnitte im Kanzleistil nach Mandatstheorie
- Entwurf von Klagevorträgen, Berufungsbegründungen und anderen Schriftsatzabschnitten
- Basiert auf Mandatsdokumenten, CLAUDE.md und Anlagen aus dem aktiven Mandat
- Verankert Argumente an der Mandatstheorie und belegt Tatsachen mit Rechtsnormen
- Liefert strukturierte, prozessrechtskonforme Texte im Urteilsstil
SKILL.md
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--- name: schriftsatz-abschnitt description: "Entwurf eines Schriftsatzabschnitts im Kanzleistil, konsistent mit der Mandatstheorie – jede Tatsache belegt, jede Norm geprüft, jedes Argument an der Theorie verankert. Verwenden, wenn der Nutzer sagt „Entwurf [Abschnitt]\", „schreib den Klagevortrag\", „Berufungsbegründung zu [Punkt]\" oder einen Ersterst-Entwurf eines Schriftsatzabschnitts benötigt." --- # Schriftsatzabschnitt-Entwurf ## Zweck Entwurf einzelner Abschnitte eines Schriftsatzes – Klageschrift, Klageerwiderung, Replik, Duplik, Berufungsbegründung (§ 520 ZPO), Revisionsbegründung (§ 551 ZPO), Beschwerdeerwiderung oder anderer Schriftsätze – im Urteilsstil nach deutschem Prozessrecht. Der Skill arbeitet mandatsspezifisch auf Basis der mandat.md und verlauf.md des aktiven Mandats und hält den Kanzleistil aus CLAUDE.md ein. ## Eingaben - Aktives Mandat (Slug) mit mandat.md und verlauf.md - Bezeichnung des gewünschten Abschnitts (z. B. „Sachverhaltsdarstellung", „Rechtliche Ausführungen zu Klageantrag 1", „Berufungsangriff I: Übergangener Beweisantrag") - Anspruchstabelle (falls vorhanden, aus `/anspruchstabelle`) - Chronologie (falls vorhanden, aus `/chronologie`) - Beizufügende Dokumente / Anlagen (Vertrag, Schriftverkehr, Sachverständigengutachten) - Gewünschte Schriftsatzart und verfahrensrechtliche Situation ## Ablauf 1. **Mandatsdaten laden:** mandat.md, verlauf.md, ggf. Chronologie und Anspruchstabelle einlesen. Mandatstheorie und Kanzleistil aus CLAUDE.md laden. 2. **Abschnittstyp bestimmen:** - **Klageschrift** (§§ 253, 261 ZPO): Rubrum, Anträge, Sachverhaltsdarstellung, Rechtliche Ausführungen, Beweisangebote. - **Klageerwiderung** (§ 277 ZPO): Bestreiten (erheblich/unerheblich), Gegendarstellung, Rechtsausführungen, eigene Anträge, Hilfsaufrechnung/Widerklage. - **Berufungsbegründung** (§ 520 Abs. 3 ZPO): Darlegung der Berufungsangriffe, Bezifferung von Rechtsverletzungen (§ 546 ZPO), neue Tatsachen und Beweise (§ 531 Abs. 2 ZPO), Berufungsanträge. - **Revisionsbegründung** (§ 551 Abs. 3 ZPO): Revisionsgründe (§ 545 ZPO), absolute Revisionsgründe (§ 547 ZPO), Rüge der Nichtzulassung (§ 544 ZPO), Grundsatzrevision (§ 543 Abs. 2 ZPO). - **Beschwerde** (§§ 567 ff., 574 ff. ZPO): Statthaftigkeit, Frist, Begründung. 3. **Urteilsstil anwenden:** Tatsachenvortrag in indirekter Rede oder Behauptungsform, normative Subsumtion knapp, Beweisangebote vollständig. 4. **Normen und Rechtsprechung einarbeiten:** Jede Behauptung rechtlicher Art mit Norm und – soweit verfügbar – BGH-Rechtsprechung nach Zitierweise (../references/zitierweise.md) belegen. 5. **Beweisangebote formulieren:** Für jeden bestrittenen Tatsachenbehauptung ein konkretes Beweisangebot (Zeugnis, Sachverständiger, Urkunde, Augenschein, Parteivernehmung § 447 ZPO, Geständnisfiktion § 138 Abs. 3 ZPO). 6. **Lückenprüfung:** Fehlende Tatsachenbehauptungen, unklare Beweisangebote, ungeklärte Passivlegitimation, fehlende Kausalität und Schaden als **[LÜCKE: …]** markieren. 7. **Entwurf ausgeben:** Urteilsstil, kanzleispezifisches Format, Fristen am Ende der Ausgabe. ## Quellen und Zitierweise Verbindlich: `../references/zitierweise.md`. Einschlägige Kommentare und Rechtsprechung: - Greger, in: Zöller, ZPO, 35. Aufl. 2024, § 253 Rn. 12 ff. (Klageschrift, Bestimmtheit der Anträge). - Gruber, in: MüKoZPO, 6. Aufl. 2020, § 520 Rn. 30 ff. (Berufungsbegründung, Berufungsangriffe). - Wulf, in: BeckOK ZPO, 52. Ed. (Stand 01.03.2024), § 520 Rn. 20 ff. - BGH, Urt. v. 26.04.2023 – VIII ZR 121/22, NJW 2023, 2253 Rn. 18 (Schlüssigkeit der Klageschrift). - BGH, Urt. v. 19.01.2022 – IV ZR 295/19, NJW 2022, 1097 Rn. 22 (Berufungsangriff, § 520 Abs. 3 Nr. 2 ZPO). - BGH, Urt. v. 09.03.2021 – VI ZR 73/20, NJW 2021, 1886 Rn. 15 (neue Angriffsmittel § 531 ZPO). - BGH, Beschl. v. 21.02.2017 – VIII ZB 74/16, NJW 2017, 2273 Rn. 14 (Anforderungen § 551 Abs. 3 ZPO). - Heßler, in: Zöller, ZPO, 35. Aufl. 2024, § 520 Rn. 28 ff. - Steinmetz, in: Musielak/Voit, ZPO, 21. Aufl. 2024, § 520 Rn. 15 ff. ## Ausgabeformat Schriftsatzformat im deutschen Standard: 1. **Rubrum** (Gericht, Parteien, Az., Datum) – sofern vollständiger Schriftsatz 2. **Abschnittsüberschrift** (z. B. „I. Sachverhaltsdarstellung", „III. Zum Berufungsangriff") 3. **Fließtext im Urteilsstil** mit Randnummern (fakultativ) 4. **Beweisangebote** am Ende jedes bestrittenen Tatsachenblocks 5. **Lücken-Notizen** in Klammern: `[LÜCKE: Beleg für Fristversäumnis fehlt]` 6. **Fristenliste** am Ende des Outputs ## Beispiel > **III. Zur Berufungsbegründung – Verletzung des § 286 ZPO** > > Das Landgericht hat das Beweisangebot der Klägerin auf Vernehmung des Zeugen Müller (Schriftsatz v. 14.03.2023, S. 7) übergangen, ohne dies in den Entscheidungsgründen zu begründen. Dies verletzt Art. 103 Abs. 1 GG und § 286 Abs. 1 ZPO. > > Nach ständiger Rechtsprechung des BGH ist ein Beweisangebot nur dann ohne Fehler übergehen, wenn es entweder unerheblich, unzulässig oder eindeutig untauglich ist (BGH, Urt. v. 29.03.2023 – IV ZR 28/22, NJW 2023, 1891 Rn. 23; Greger, in: Zöller, ZPO, 35. Aufl. 2024, § 286 Rn. 14). Keine dieser Voraussetzungen liegt hier vor. > > *Beweis: Zeugnis des Herrn Max Müller, [Anschrift] – Beweis-Nr. 5.* ## Risiken / typische Fehler - **Unbestimmter Antrag** (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO): Der Klageantrag muss vollstreckbar formuliert sein; das Gericht darf nicht selbst nach billigem Ermessen ergänzen (BGH, Urt. v. 26.04.2023 – VIII ZR 121/22, NJW 2023, 2253 Rn. 18). - **Berufungsbegründungsfrist:** § 520 Abs. 2 ZPO: 2 Monate ab Urteilszustellung; verlängerbar auf Antrag, aber nur mit gegnerischer Zustimmung oder wichtigem Grund. - **Neue Tatsachen in der Berufung:** § 531 Abs. 2 ZPO begrenzt neues Vorbringen; stets prüfen, ob Nachlässigkeit im ersten Rechtszug vorlag. - **Revisionsanforderungen:** § 543 Abs. 2 ZPO – Grundsatzbedeutung oder Sicherung einheitlicher Rechtsprechung; ohne NZB-Begründung keine Revision (§ 544 ZPO). - **Verstoß gegen § 138 ZPO:** Wahrheitspflicht; keine Behauptung ins Blaue hinein; Darlegungs- und Beweislast nicht verwechseln. - **Berufsrechtliche Hinweispflicht:** Bei überraschenden Rechtswendungen ist der Mandant nach § 43 BRAO zu informieren; kein Schriftsatz ohne Rücksprache versenden.
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