lernplan

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Ohne Plan verschwindet Zeit. Diese Skill baut einen Lernplan für das Erste oder Zweite Staatsexamen — phasenbezogen, nach Schwachstellen gewichtet, mit Tages- und Wochenstruktur — und passt ihn nach jeder Lernsitzung an. Der Plan lebt; er ist kein exportierter Kalender.

SKILL.md

.github/skills/lernplanView on GitHub ↗
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name: lernplan
description: "Erstellt oder aktualisiert einen strukturierten Lernplan für das Erste Staatsexamen, das Referendariat oder das Zweite Staatsexamen — phasenbezogen, nach Schwächen gewichtet, adaptiv nach Lernverlauf. Berücksichtigt Repetitoriumskalender (Alpmann, Hemmer, Jura Intensiv, Kaiser-Skripten). Lädt, wenn der Nutzer „Lernplan erstellen\", „Examensvorbereitung planen\", „Stundenplan Staatsexamen\" oder „wie soll ich für [Prüfung] lernen\" sagt."
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# Staatsexamen-Lernplan

## Zweck

Ohne Plan verschwindet Zeit. Diese Skill baut einen Lernplan für das Erste oder Zweite Staatsexamen — phasenbezogen, nach Schwachstellen gewichtet, mit Tages- und Wochenstruktur — und passt ihn nach jeder Lernsitzung an. Der Plan lebt; er ist kein exportierter Kalender.

Er gibt auch den nachgelagerten Skills (Karteikarten, Drill, Gutachtenstil) einen gemeinsamen Fahrplan, damit nicht bei jeder Sitzung von vorn gefragt werden muss, was heute dran ist.

## Eingaben

- **Prüfungsziel** (Erstes Staatsexamen / Referendariat / Zweites Staatsexamen)
- **Bundesland** (JAG/JAPrO — Pflichtstoff variiert)
- **Prüfungstermin** (konkret oder ungefähr)
- **Schwache Rechtsgebiete** (Eigenangabe oder aus Lernverlauf)
- **Starke Rechtsgebiete** (weniger Priorität, aber nicht vernachlässigt)
- **Stunden pro Woche** (realistisch, nicht aspirativ)
- **Freie Tage** (Ruhetage — Pläne ohne Erholung brechen in Woche 3 zusammen)
- **Repetitorium** (Alpmann Schmidt, Hemmer/Wüst, Jura Intensiv, Kaiser-Skripten oder keines)

## Rechtlicher Rahmen

Der Pflichtstoffkatalog richtet sich nach dem jeweiligen Juristenausbildungsgesetz und ist Grundlage der Priorisierung.

**Maßgebliche Ausbildungsordnungen:**
- § 5d DRiG — gemeinsamer Pflichtfachkern für alle Bundesländer
- JAG NRW i.d.F. vom 11.03.2003 — NRW-spezifischer Katalog
- JAPO Bayern i.d.F. vom 13.10.2003 — bayerischer Pflichtfachkatalog
- JAPrO Baden-Württemberg — BW-Katalog

**Prüfungsrelevante Leitentscheidungen (Planungsmaßstab):**

Für BGB-Schwerpunktplanung:
- BGH, Urt. v. 25.11.2009 – VIII ZR 318/08, NJW 2010, 610 Rn. 12 — Leistungsstörungsrecht, dauerhaft examensrelevant
- BGH, Urt. v. 19.09.2006 – XI ZR 204/04, BGHZ 169, 109 Rn. 20 ff. — Anspruchskonkurrenz

Für Strafrecht-Schwerpunktplanung:
- BGH, Beschl. v. 04.11.1988 – GSSt 1/88, BGHSt 36, 1 (Lederriemen) — Dauerklassiker mündliche Prüfung
- BGH, Urt. v. 22.09.1995 – 2 StR 310/95, BGHSt 41, 292 — § 25 Abs. 2 StGB Mittäterschaft

**Kanonische Repetitorien-Literatur:**
- Alpmann Schmidt, Gesamtdarstellungen — kompakt, examensnah
- Hemmer/Wüst, Skriptenreihe — dogmatisch strukturiert nach Prüfungsreihenfolge
- Jura Intensiv, Skriptenreihe — Schwerpunkt Definitionen und Falllösung
- Kaiser-Skripten — starke Farbcodierung, schnell navigierbar
- MüKoBGB, 9. Aufl. 2021/2022 — für Tiefenerschließung in der Wiederholungsphase

## Ablauf

### Schritt 1: Wofür planen wir?

> Wofür soll der Plan erstellt werden?
>
> 1. **Erstes Staatsexamen** (Pflichtfachprüfung, ggf. Schwerpunktbereich)
> 2. **Referendariat** (Klausurenkurs, Anwalts-/Stationsvorbereitungen)
> 3. **Zweites Staatsexamen** (Assessorexamen — prozessuale Klausuren, Relationen)

Für (1): Pflichtfachkatalog nach JAG/JAPrO des Bundeslandes laden.
Für (2) und (3): Stationsanforderungen und Klausurenformate klären.

### Schritt 2: Eingaben — einzeln, je eine fragen

Nicht alle Fragen auf einmal. Eine stellen, Antwort abwarten, dann nächste.

- **Prüfungstermin**: Datum bestätigt? Falls nicht: ungefähres Semester / Halbjahr?
- **Rechtsgebiete**: Pflichtfächerkanon nach Landesrecht. Bestätigen: „Gibt es etwas, das ergänzt oder gestrichen werden soll?"
- **Stärkste Rechtsgebiete**: geringste Priorität, aber nicht ignoriert
- **Schwächste Rechtsgebiete**: höchste Priorität, doppelte Stunden
- **Stunden pro Woche**: realistisch, nicht maximal. Nach Angabe:

  > „Sie haben [N] Stunden pro Woche genannt. Was füllt die restliche Zeit — Nebenjob (wie viele Stunden), Familie, Pendelzeit, Repetitorium-Präsenz, Sport, Sonstiges? Der Plan soll zu Ihrem Leben passen, nicht umgekehrt."

  Antwort abwarten. Dann Plausibilitätsprüfung:

  > „Das sind rund [X] Stunden täglich an [Z] Lerntagen, neben [Job + Familie + Pendeln]. Das erscheint [realistisch / eng / kaum tragbar]. Sollen wir die Stundenzahl anpassen, oder starten wir mit dieser Vorgabe und überprüfen nach zwei Wochen?"

  Diesen Schritt nie überspringen — auch wenn bereits eine Stundenzahl im Profil steht.

- **Ruhetage**: Mindestens ein Ruhetag pro Woche. Ohne Ausnahme empfehlen.
- **Lernmethoden**: Mehrauswahl. Skripten lesen / Karteikarten / Klausuren schreiben / Drillsitzungen / Wiederholung mit Lerngruppe. Den Stundenplan nach dem ausrichten, was der Studierende tatsächlich durchhält.

### Schritt 2.5: Repetitorium — Ergänzung oder Ersatz?

Wenn ein Repetitorium genutzt wird (Alpmann, Hemmer, Jura Intensiv, Kaiser oder sonstiges strukturiertes Kursangebot):

> „Ihr Repetitorium hat einen eigenen Terminplan. Dieser Plan kann zwei Rollen übernehmen — eine davon wählen:
>
> 1. **Ergänzung**: Das Repetitorium ist der Hauptfahrplan. Dieser Plan füllt Lücken: Zusatzübungen zu schwachen Rechtsgebieten, Karteikarten-Drill, Klausurensimulationen. Kein Parallelcurriculum.
> 2. **Ersatz**: Der Repetitoriums-Terminplan wird nicht befolgt (z. B. wegen Arbeitslast oder Taktung). Dieser Plan übernimmt die Vollstruktur — Rechtsgebiete, Phasen, Tagespläne.
>
> Beide gleichzeitig zu verfolgen führt in Woche 4 zum Zusammenbruch."

Antwort festhalten in YAML: `repetitorium_modus: ergänzung | ersatz`

### Schritt 3: Plan aufbauen

Wochen bis zum Prüfungstermin berechnen. Dann:

**Normalmodus (mehr als 6 Wochen):**

Drei Phasen:

| Phase | Anteil | Inhalt |
|---|---|---|
| **Grundlagenphase** | ~60 % der Zeit | Rechtsgebiete durcharbeiten, Skript + Karteikarten, wenige Klausuren |
| **Intensivphase** | ~30 % | Klausurenvolumen steigern, alle Rechtsgebiete rotieren, Zeitdruck simulieren |
| **Wiederholungsphase** | ~10 % | Schwachstellen aus Sitzungshistorie, Klausurensimulatoren, schwache Gebiete nochmals |

Schwache Rechtsgebiete: ca. doppelte Stunden gegenüber starken Rechtsgebieten.

Wochentags: Welches Rechtsgebiet, welche Methode, wie lange. Puffer einplanen — echte Wochen weichen vom Plan ab.

**Cramphase (weniger als 6 Wochen):**

> „Weniger als sechs Wochen bis zum Termin — das ist Crashkurs-Modus. Der Plan priorisiert hohe Examensrelevanz vor Vollständigkeit. Es entstehen Lücken; das ist der Kompromiss bei dieser Zeitlage."

Examensklassiker in jeder Phase (§§ 280 ff., 823 BGB; §§ 242, 263 StGB; Ermessen VerwR; §§ 80, 113 VwGO). Klausuren jeden Tag. Mindestens eine Klausur-Simulation pro Woche unter Zeitdruck. Letzte zwei Tage vor dem Examen: kein neues Material, nur Wiederholung bekannter Strukturen + Schlaf.

### Schritt 4: Plan schreiben

```yaml
plan_typ: erstes_staatsexamen   # oder referendariat / zweites_staatsexamen
bundesland: NRW
pruefungstermin: 2026-07-15
erstellt: 2026-05-08
zuletzt_aktualisiert: 2026-05-08
wochen_bis_pruefung: 10
stunden_pro_woche: 30
tage_pro_woche: 5
modus: normal                    # oder cram
repetitorium: hemmer
repetitorium_modus: ergänzung
phasen:
  - name: grundlagen
    start: 2026-05-08
    ende: 2026-06-13
    schwerpunkt: Skript lesen, Karteikarten, 2 Klausuren/Woche
  - name: intensiv
    start: 2026-06-14
    ende: 2026-07-10
    schwerpunkt: Klausurenvolumen, alle Gebiete rotieren
  - name: wiederholung
    start: 2026-07-11
    ende: 2026-07-14
    schwerpunkt: Schwachstellen, Simulation
rechtsgebiete:
  bgb_at:
    prioritaet: hoch
    stunden_pro_woche: 6
    methoden: [karteikarten, klausuren, drill]
  schuldrecht_at:
    prioritaet: mittel
    stunden_pro_woche: 4
    methoden: [karteikarten, klausuren]
  stgb_at:
    prioritaet: hoch
    stunden_pro_woche: 5
    methoden: [klausuren, drill]
  verwaltungsrecht:
    prioritaet: mittel
    stunden_pro_woche: 4
    methoden: [skript, klausuren]
tagesplan:
  - datum: 2026-05-08
    wochentag: Freitag
    einheiten:
      - rechtsgebiet: BGB AT
        methode: skript_lesen
        dauer_min: 90
      - rechtsgebiet: BGB AT
        methode: karteikarten
        dauer_min: 45
  - datum: 2026-05-09
    wochentag: Samstag
    einheiten:
      - rechtsgebiet: StGB AT
        methode: klausur
        dauer_min: 120
sitzungs_verlauf: []             # wird von session, karteikarten, drill, gutachten-übung ergänzt
```

### Schritt 5: Bestätigung

Vor dem Speichern: Plan in Prosa zusammenfassen und Rückfrage stellen:

> LERNPLAN — KEIN RECHTSRAT
>
> Das habe ich aufgebaut. [X] Wochen bis zum Termin. [Y] Stunden pro Woche an [Z] Tagen. Schwache Rechtsgebiete ([Liste]) erhalten doppelte Stunden. Drei Phasen: Grundlagen bis [Datum], Intensiv bis [Datum], Wiederholung die letzten [N] Tage. Die ersten zwei Wochen sind tagesgenau geplant. Der Rest ist wochenweise — ich fülle den Tagesplan nach jeder abgeschlossenen Sitzung nach.
>
> Stimmt das so? Zu ambitioniert? Zu wenig? Fehlt ein Rechtsgebiet?

Antwort abwarten. Dann speichern.

## Plan aktualisieren

Nach jeder Sitzung (Karteikarten, Drill, Klausur) wird ein Sitzungsbericht an `sitzungs_verlauf` angehängt. Beim nächsten `--aktualisieren`-Aufruf:
- Schwache Rechtsgebiete (niedrige Ergebnisse in 2+ Sitzungen) werden in Priorität und Stunden hochgestuft
- Geplante, aber nicht absolvierte Einheiten: entweder nachgebucht oder als Lücke markiert
- Wenn der Studierende im Rückstand liegt: Pensum anpassen oder Lücke dokumentieren

## Modi

- `--aufbauen` (Standard, wenn kein Plan vorhanden): Vollständiger Neubau mit Eingaben-Dialog
- `--aktualisieren` (Standard, wenn Plan vorhanden): Sitzungshistorie auswerten, Prioritäten neu gewichten, nächste Tage befüllen
- `--status`: Was ist heute und diese Woche geplant? Scoreverlauf? Was liegt zurück?
- `--intensiv`: Crash-Modus erzwingen (auch wenn mehr als 6 Wochen verbleiben)

## Ausgabeformat

- Prosa-Zusammenfassung vor dem Speichern (mit Bestätigungsfrage)
- YAML-Datei mit vollständiger Planstruktur
- Tagesplan für die ersten zwei Wochen tagesgenau; danach wochenweise

## Beispiel

**Eingabe:** „Lernplan für das Erste Staatsexamen NRW, Termin März 2027, Schwächen: Sachenrecht, Strafrecht BT."

**Ergebnis-Prosa:** 10 Monate bis zum Termin. 3 Phasen. Sachenrecht und StGB BT erhalten je 6 Stunden pro Woche (doppelt gegenüber Standardgewichtung). Repetitorium Hemmer als Ergänzung. Erste Wochen: Grundlagenstruktur Sachenrecht (Eigentum, Besitz, beschränkte dingliche Rechte) und StGB BT (§§ 242 ff., §§ 211 ff. StGB). Ab Woche 12: Klausurenphase mit wöchentlich zwei Zeitklausuren.

## Risiken und typische Fehler

- **Zu ambitioniöse Stundenzahl**: Ein Plan mit 50 Stunden pro Woche, den ein vollzeitberufstätiger Studierender aufgestellt hat, bricht in Woche 2. Besser 25 ehrliche Stunden als 50 geplante.
- **Kein Repetitoriums-Abgleich**: Wer parallel Repetitorium und eigenem Plan folgt, verbringt Zeit in zwei Vollcurricula. Eines als primär wählen.
- **Ruhetage weglassen**: Pläne ohne Ruhetage haben eine Halbwertszeit von zwei Wochen.
- **Sitzungsergebnisse nicht einpflegen**: Der Plan ist nur so gut wie das Feedback, das er bekommt. Sitzungsberichte müssen regelmäßig angehängt werden.
- **Wiederholungsphase unterschätzen**: Die letzten Tage sind Konsolidierung, keine Lernphase. Wer kurz vor dem Examen neues Material aufnimmt, verschlechtert seine Leistung.

## Quellenpflicht

Zeitschätzungen je Rechtsgebiet sind Orientierungswerte auf Basis typischer Examensgewichtungen — nicht Garantien. Hochprioritäre Themen richten sich nach dem Pflichtfachkatalog des Bundeslandes und der Examenspraxis der letzten Jahre. `[SCHÄTZUNG]` markiert alle Zeitangaben, die auf allgemeinen Erfahrungswerten beruhen.

Hinweis: Dieser Lernplan ersetzt keine Beratung durch Seminarleiter, Repetitoren oder Examenscoaches, die den individuellen Kenntnisstand kennen.

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