kanzlei-allgemein-rechnung

$npx mdskill add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/kanzlei-allgemein-rechnung

Generates compliant German law firm invoices with tax and legal data.

  • Prepares advance payments and calculates statutory fee rates for legal bills.
  • Integrates with XRechnung and ZUGFeRD for electronic invoice delivery.
  • Decides on invoice format based on client preferences and legal requirements.
  • Delivers structured invoice data ready for automated accounting systems.

SKILL.md

.github/skills/kanzlei-allgemein-rechnungView on GitHub ↗
---
name: kanzlei-allgemein-rechnung
description: "Bereitet Kanzleirechnungen Vorschüsse RVG- und Stundenhonorare vor. Sammelt Timesheet Narrative Auslagen Umsatzsteuer Zahlungen Rechtsschutz Pflichtangaben GoBD-Protokoll und übergibt bei Bedarf an XRechnung oder ZUGFeRD."
---

# Rechnungsvorbereitung und Abschluss


## Triage zu Beginn
1. Wird nach RVG (Gegenstandswert + Gebuehrentabelle) oder nach Stundenhonorarat (§ 3a RVG) abgerechnet?
2. Gibt es einen Vorschuss, der angerechnet werden muss?
3. Ist eine Rechtsschutzversicherung involviert (Direktabrechnung oder Erstattungsanspruch des Mandanten)?
4. Soll die Rechnung als E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) erstellt werden?

## Aktuelle Rechtsprechung
- BGH, Urt. v. 07.02.2019 - IX ZR 5/18, NJW 2019, 1513 — RVG-Rechnung muss alle Pflichtangaben nach § 10 RVG enthalten; fehlende Angaben (z.B. Gegenstandswert) verzoegern Faelligkeit der Forderung.
- BGH, Urt. v. 29.07.2021 - IX ZR 5/21, NJW 2021, 3320 — Honorarvereinbarung nach § 3a RVG erfordert Schriftform; muendlich vereinbarter Stundensatz ist nicht durchsetzbar.
- BGH, Urt. v. 17.01.2019 - IX ZR 52/18, NJW 2019, 1232 — Abrechnung gegen Rechtsschutzversicherung: Direktabrechnung nur mit Einwilligung des Mandanten zulaessig; sonst Erstattungsweg.
- BFH, Urt. v. 24.06.2020 - X R 23/18, BStBl. II 2021, 170 — GoBD-konforme Rechnungsarchivierung: unveraenderte Aufbewahrung auch digitaler Ausgangsrechnungen fuer 10 Jahre.

## Zentrale Normen
- § 10 RVG — Pflichtangaben auf der Honorarrechnung; Faelligkeit bei ordnungsgemaesser Berechnung
- § 3a RVG — Honorarvereinbarung: Schriftform und Mindestbetrag
- Anlage 2 RVG — Gebuehrentabelle: Grundlage der RVG-Abrechnung
- § 14b UStG — Aufbewahrungspflicht fuer Ausgangsrechnungen (10 Jahre)

## Kommentarliteratur
- Mueckenberger/Meiling RVG § 10 Rn. 1-30 (Pflichtangaben und Faelligkeit)
- Gerold/Schmidt RVG Anlage 2 Rn. 1-30 (Gebuehrentabelle: Berechnung und Anwendung)

## Zweck

Dieser Skill sammelt abrechnungsreife Informationen und erzeugt einen Rechnungsentwurf, Vorschussvorschlag oder eine Übergabe an den E-Rechnungs-Skill. Er ist die fachliche Rechnungsakte, nicht das Buchhaltungssystem.

## Datenquellen

- Zeit- und Narrative-Ledger.
- Mandatsvereinbarung.
- RVG-Hinweise.
- Auslagen.
- Gerichtskosten.
- Vorschüsse.
- Zahlungen.
- Rechtsschutzdeckung.
- Mandatsabschluss oder Zwischenrechnung.
- beA- und Postlauf-Journal für Versand- und Zustellaufwand.
- Fristen- und Action-Register für fristbezogene Tätigkeiten.
- Kosten- und Fremdgeldvermerke.
- Eingangsrechnungen- und UStVA-Register, soweit Rechnungsausgang und Umsatzsteuer abgestimmt werden sollen.

## Ablauf

1. Akte wählen.
2. Rechnungstyp bestimmen: Vorschuss, Zwischenrechnung, Schlussrechnung, Korrektur, Storno, Gutschrift.
3. Rechnungsempfänger und Kostenschuldner prüfen.
4. Honorargrundlage feststellen: RVG, Stundenhonorar, Pauschale, Vorschuss, Rechtsschutz.
5. Leistungszeitraum und Leistungsbeschreibung bestimmen.
6. Narrative und Zeiten aus `kanzlei-allgemein-zeitnarrative` übernehmen.
7. RVG-Gebühren, Streitwert, Gebührentatbestände und Anrechnungen als Prüfpunkte erfassen.
8. Auslagen, Gerichtskosten, Dokumentenpauschalen, Reisekosten und Fremdgeld getrennt prüfen.
9. Umsatzsteuer, Steuerbefreiung, Reverse Charge oder Kleinunternehmer nur nach konkreter Grundlage markieren.
10. Vorschüsse, Zahlungen und Rechtsschutzleistungen abziehen.
11. Summen netto, Steuer und brutto prüfen.
12. Pflichtangaben und GoBD-nahe Archivierung vorbereiten.
13. Formatbedarf klären: PDF, Papier, XRechnung, ZUGFeRD oder sonstiges.
14. Bei Umsatzsteuerrelevanz Übergabe an `kanzlei-allgemein-ustva-buchhaltung` vormerken.
15. Nach Freigabe und Versand offenen Posten an `kanzlei-allgemein-buchhaltung-konten` übergeben.
16. Rechnungsentwurf erzeugen.
17. Freigabe verlangen.

## Narrative-Übernahme

Aus dem Zeit- und Narrative-Ledger nicht blind alles abrechnen. Für jede Position prüfen:

- Akte und Mandat passen.
- Tätigkeit ist abrechenbar oder bewusst nicht abrechenbar.
- Narrative ist mandantenfähig, knapp und prüfbar.
- Interne Strategie, unnötige Geheimnisse und personenbezogene Drittinformationen sind entfernt.
- Zeit, Mindesttakt, Rundung und Bearbeiter sind nachvollziehbar.
- Bei Pauschale oder RVG wird die Tätigkeit als Nachweis oder Anlage geführt, nicht automatisch als Stundenposition.

## E-Rechnung und GoBD

Wenn der Empfänger Unternehmer oder öffentliche Stelle ist oder der Nutzer eine E-Rechnung verlangt, an `kanzlei-allgemein-erechnung` übergeben.

Immer vorbereiten:

- `assets/templates/rechnungsdatenblatt.md`.
- `assets/templates/gobd-rechnungsprotokoll.md`.

Bei E-Rechnung zusätzlich:

- `assets/templates/erechnung-datenblatt.md`.
- Formatentscheidung XRechnung oder ZUGFeRD.
- Validierungsvermerk.
- Archivierungsvermerk für strukturierte XML-Daten.

## Grenzen

Keine verbindliche RVG-Gebührenberechnung, steuerliche Einordnung, GoBD-Prüfung oder E-Rechnungsvalidierung ohne Prüfung durch verantwortliche Person oder Fachsystem. Bei Streitwert, Gegenstandswert, mehreren Auftraggebern, Vergleich, Terminsgebühr, Anrechnung, Fremdgeld, Umsatzsteuer, Rechtsschutz oder Korrekturrechnung immer Unsicherheit markieren.

## Ausgabe

- Rechnungsdatenblatt.
- Narrative-Liste.
- GoBD-Prüfprotokoll.
- E-Rechnungsdatenblatt, wenn erforderlich.
- Prüfhinweise und Validierungsstatus.
- Entwurf Rechnungstext.
- Offene Punkte.
- Offene-Posten-Übergabe nach Freigabe.

More from Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht

SkillDescription
abgrenzung-konventionelle-software-vs-ki-systemPrueft typische Falschverortungen: wann liegt konventionelle Software vor und wann ein KI-System nach Art. 3 Nr. 1 KI-VO. Abgrenzung zu Expertensystemen deterministischer Logik einfachen Entscheidungsbaeumen und klassischer Automation. Hilft bei Grenzfaellen.
abmahnung-arbeitsrechtEntwirft und bewertet arbeitsrechtliche Abmahnungen. Lädt, wenn eine Abmahnung erstellt, inhaltlich geprüft oder deren Wirksamkeitsvoraussetzungen (Warnfunktion, Bestimmtheit, Dokumentation) beurteilt werden sollen – sowohl aus Arbeitgeber- als auch aus Arbeitnehmerperspektive.
abmahnung-markenrecht-uwgMarkenrechtliche Abmahnung mit strafbewehrter Unterlassungserklaerung, Hamburger Brauch Vertragsstrafe, § 14 MarkenG und § 8 UWG, Kosten nach § 14 UWG-n.F. 2021. Laedt, wenn der Nutzer 'Abmahnung Marke', 'Unterlassungserklaerung', 'Vertragsstrafe Marke', 'Hamburger Brauch' oder 'Abmahnung UWG' sagt.
abmahnung-urheberrechtPrüfung und Erstellung urheberrechtlicher Abmahnungen nach § 97a UrhG; modifizierte Unterlassungserklärung; Deckelung der Abmahnkosten im privaten Bereich (§ 97a Abs. 3 UrhG); Filesharing-Praxis; Lizenzanalogie-Schadensersatz (§ 97 Abs. 2 UrhG). Lädt bei urheberrechtlichen Abmahnungen, Unterlassungs- erklärungen, Filesharing-Fällen oder Schadensersatzforderungen nach UrhG.
abmahnung-uwgUnterstützt beim Verfassen und Prüfen von UWG-Abmahnungen nach § 13 UWG sowie der dazugehörigen modifizierten Unterlassungserklärung mit Vertragsstrafe und der Schutzschrift. Lädt, wenn ein Mandat eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung oder eine Schutzschrift zum Gegenstand hat.
abwaegungsgebot-1-abs-7-baugbPruefung des Abwaegungsgebots Paragraf 1 Abs. 7 BauGB als zentrale materielle Anforderung an den Bebauungsplan. Bei der Aufstellung sind die oeffentlichen und privaten Belange gerecht gegeneinander und untereinander abzuwaegen. Vier Stufen der Abwaegungsfehler nach BVerwG seit Urteil vom 12.12.1969 4 C 105.66. Abwaegungsausfall keine Abwaegung. Abwaegungsdefizit relevante Belange nicht eingestellt. Abwaegungsfehleinschaetzung Belange falsch gewichtet. Abwaegungsdisproportionalitaet Ergebnis sprengt Spielraum. Paragraf 214 Abs. 3 BauGB filtert nur Vorgangsfehler nicht Ergebnisfehler. Vorfestlegung als Abwaegungsausfall. Formelhafte Abwaegungsdokumentation als Abwaegungsdefizit. Abwaegungsmaterial muss vollstaendig ermittelt sein.
account-sperre-soziales-netzwerk-rechtsbehelfe-art-20-23-dsaSkill zur anwaltlichen Vertretung bei Account-Sperre oder Inhaltsentfernung durch ein soziales Netzwerk. Stufenmodell: Art. 17 Begründungspflicht; Art. 20 internes Beschwerdesystem; Art. 21 außergerichtliche Streitbeilegung; Klageweg bei Vertragsstörung (BGH III ZR 179/20 und III ZR 192/20 vom 29.07.2021) auch gegen Auslandsanbieter; vorläufiger Rechtsschutz nach §§ 935 940 ZPO; Schadensersatz; Schnittstellen zu DSGVO Auskunft Löschung.
aenderungs-historieVerfolgt, wie sich ein Vertrag über Basisvertrag und alle Nachträge hinweg verändert hat – entweder als Gesamtüberblick aller Änderungen oder als Klausel-Rückverfolgung für eine bestimmte Bestimmung. Laden, wenn der Nutzer fragt „was hat sich in diesem Vertrag geändert\", „zeig mir die Nachtragshistorie\", „wo steht die aktuelle [Klausel]\" oder mehrere Vertragsversionen hochlädt.
ag-vorbereitungVorbereitung auf das Aufrufen in der Arbeitsgemeinschaft (AG) oder im Seminar. Lade diesen Skill bei Anfragen wie „AG-Vorbereitung\", „Seminar vorbereiten\", „was fragt der Dozent\", „Cold Call\" oder „ich werde morgen drangenommen\".
agb-haendlervertrag-luxusAGB im Selektivvertrieb: AGB-Kontrolle §§ 305 ff. BGB im B2B, BGH-Klauselverbote, Verbots- und Konditionsklauseln, MFN-Klauseln nach Coty II, Vertragsstrafe-Bemessung. Laedt, wenn der Nutzer 'AGB Händler', 'Händlervertrag Luxus', 'MFN-Klausel', 'AGB-Kontrolle B2B' oder 'Vertriebsvertrag AGB' sagt.