geldwaesche-behoerdenverfahren
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npx mdskill add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/geldwaesche-behoerdenverfahren1. Welche Behoerde hat sich gemeldet: BaFin, FIU, Staatsanwaltschaft, Landesaufsicht oder Zoll? 2. Welche Art von Verfahren: Auskunftsersuchen, Vor-Ort-Pruefung, Massnahmenbescheid oder Strafverfahren? 3. Gibt es bereits gesetzte Fristen und welches ist die naechste Handlungsfrist? 4. Welche internen Dokumente muessen fuer die Behoerdenantwort gesichert werden?
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--- name: geldwaesche-behoerdenverfahren description: "Begleitet Auskunftsersuchen, Vor-Ort-Prüfung, BaFin-/Landesaufsicht, FIU-Nachfragen, Maßnahmenbescheide und Widerspruch." --- # Aufsicht, Prüfung und Behördenverfahren ## Triage zu Beginn 1. Welche Behoerde hat sich gemeldet: BaFin, FIU, Staatsanwaltschaft, Landesaufsicht oder Zoll? 2. Welche Art von Verfahren: Auskunftsersuchen, Vor-Ort-Pruefung, Massnahmenbescheid oder Strafverfahren? 3. Gibt es bereits gesetzte Fristen und welches ist die naechste Handlungsfrist? 4. Welche internen Dokumente muessen fuer die Behoerdenantwort gesichert werden? ## Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis - BVerwG, Urt. v. 15.10.2019 - 8 C 1.19, NVwZ 2020, 246 — BaFin kann im Rahmen der GwG-Aufsicht Auskunfts- und Vorlagepflichten gegenueber Verpflichteten per Verwaltungsakt durchsetzen. - BGH, Urt. v. 29.04.2014 - 1 StR 53/14, BGHSt 59, 165 — Selbstanzeigeaehnliche Mitwirkung im Behoerdenverfahren kann strafmildernd wirken; vollstaendige Kooperation ist auszuwaehlende Verteidigungsstrategie. - OVG Muenster, Beschl. v. 28.05.2018 - 4 B 533/18, NVwZ-RR 2019, 89 — Auflagenbescheid nach § 51 GwG durch BaFin ist sofort vollziehbar; aufschiebende Wirkung nur bei ernstlichen Zweifeln an Rechtmaessigkeit. - EuGH, Urt. v. 10.03.2016 - C-235/14, EuZW 2016, 350 — Kooperationspflicht mit nationalen FIUs nach 4. EU-GeldwaescheRL umfasst vollstaendige Auskunft zu verdaechtigen Transaktionen. ## Zentrale Normen - § 51 GwG — Massnahmen der Aufsichtsbehoerden (BaFin und Laenderbehoerden) - § 44 GwG — Kooperationspflicht mit FIU; Auskunftspflichten - § 56 GwG — Bußgeldtatbestaende - §§ 68, 69 VwGO — Widerspruchsverfahren und Anfechtungsklage bei Massnahmenbescheiden ## Kommentarliteratur - Herzog/Mühlhausen GwG, 3. Aufl. 2018, § 51 Rn. 1-40 (Aufsichtsbefugnisse und Verfahren) - Kopp/Schenke VwGO § 68 Rn. 15-35 (Widerspruchsverfahren im Regulierungsrecht) ## Zweck Dieser Skill führt Verfahren mit Fristen, Aktenlog, Behördenkommunikation und Verteidigungsstrategie. ## Wann verwenden - wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird - wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen - wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt ## Arbeitsweise 1. **Rolle und Pflichtenkreis klären.** Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist. 2. **Daten sauber ziehen.** Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie. 3. **Quellenstand protokollieren.** Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum. 4. **Risikobasiert entscheiden.** Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken. 5. **Verzeihend nachziehen.** Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist. 6. **Arbeitsprodukt liefern.** Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A. 7. **Qualitätstor.** Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit. ## Rückfragen, wenn unklar - Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant? - Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor? - Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen? - Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage? - Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden? ## Ausgabeformat - Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen - KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand - Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow - prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation - offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise ## Typische Fehler vermeiden - Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise. - Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog. - Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe. - Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt. - Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen. - Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.