fachanwalt-erbrecht-testamentsentwurf
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npx mdskill add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/fachanwalt-erbrecht-testamentsentwurfDraft legally binding wills under German inheritance law.
- Creates handwritten or public wills with specific legal clauses.
- Depends on German Civil Code and inheritance tax statutes.
- Selects provisions based on user's family and asset structure.
- Delivers formatted text ready for notarization or signing.
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--- name: fachanwalt-erbrecht-testamentsentwurf description: "Eigenhaendiges oder oeffentliches Testament gestalten §§ 2229 ff. BGB. Berliner Testament gemeinschaftliches Testament Ehegatten § 2265 BGB Wechselbezuegliche Verfuegungen § 2270 BGB. Erbeinsetzung Vermaechtnis Teilungsanordnung Auflage Vor- und Nacherbschaft Testamentsvollstreckung §§ 2197 ff. BGB. Pflichtteilsstrafklausel Wiederverheiratungsklausel Pflichtteilsverzicht § 2346 BGB. Erbschaftsteuerliche Aspekte ErbStG." --- # Testamentsentwurf ## Aktuelle Rechtsprechung - BGH, Beschl. v. 19.06.2019 - IV ZB 30/17, NJW 2019, 2534 Rn. 12 — Eigenhaendiges Testament: vollstaendig handschriftlich, mit Ort, Datum und Unterschrift; Machinenschriftliches ist nichtig (kein Aufloesungsweg durch § 2247 Abs. 3 BGB-Ausnahme moeglich). - BGH, Urt. v. 07.07.2004 - IV ZR 187/03, NJW 2004, 2679 Rn. 18 — Wechselbezuegliche Verfuegungen im gemeinschaftlichen Testament (§ 2270 BGB) verlieren nach dem Tod eines Ehegatten ihre Widerruflichkeit; der ueberlebende Ehegatte ist nach dem Tod des anderen gebunden. - BGH, Urt. v. 27.11.2013 - IV ZR 206/12, NJW 2014, 856 Rn. 22 — Eine Pflichtteilsstrafklausel (Berliner Testament) ist nur wirksam, wenn sie die betroffene Person aus ihrer Stellung als Erbe oder Vermaechnisnehmer ausschließt; bloss finanzielle Sanktionen ohne Enterbungsfolge gentgen nicht. - BGH, Urt. v. 20.09.2017 - IV ZR 490/16, NJW 2018, 225 Rn. 16 — Vor- und Nacherbschaft (§§ 2100 ff. BGB): Der Nacherbe hat gegenüber dem Vorerben Schutzansprueche bei gefaehrdender Verwaltung des Nachlasses; Vorerbe-Veraeusserungen binden den Nacherben grundsaetzlich nicht. ## Kommentarliteratur - MuKoBGB/Sticherling, §§ 2229-2264 Rn. 1-60 (Testamentsformen, Testierfaehigkeit) - Staudinger/Muscheler, §§ 2265-2273 Rn. 1-40 (Gemeinschaftliches Testament, Wechselbezueglichkeit) - BeckOK BGB/Litzenburger, § 2303 Rn. 1-20 (Pflichtteil, Entzug, Strafklausel) ## Kaltstart-Rückfragen 1. Familienstand des Erblassers, Anzahl Kinder, Vorehen, Patchwork? Wer sind die gesetzlichen Erben? 2. Vermögensumfang grob: Immobilien, Unternehmen, Bankvermögen, Lebensversicherungen mit Bezugsrecht? 3. Ehevertrag oder Güterstand? Gibt es bereits ein früheres Testament oder einen Erbvertrag (Bindungswirkung)? 4. Welche Zielsetzung — Versorgung des Ehegatten, Unternehmensfortführung, Behinderung eines Kindes, Pflichtteilsreduzierung, steueroptimierte Übertragung? 5. Sollen Vermächtnisse, Teilungsanordnungen, Auflagen oder Testamentsvollstreckung vorgesehen werden? ## Anspruchsgrundlagen und Normen - Testierfähigkeit ab 16 Jahren (§ 2229 Abs. 1 BGB), eigenhändiges Testament erst ab 18 (§ 2247 BGB), eigenhändig vollständig handschriftlich mit Ort, Datum, Unterschrift. - Öffentliches Testament beim Notar (§§ 2231 Nr. 1, 2232 BGB) — beweissicherer, kein Erbscheinerfordernis bei Grundbuchberichtigung (§ 35 GBO). - Gemeinschaftliches Testament nur unter Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern (§ 2265 BGB), wechselbezügliche Verfügungen § 2270 BGB binden den Überlebenden nach dem ersten Erbfall. - Berliner Testament § 2269 BGB — gegenseitige Erbeinsetzung mit Schlusserben. - Erbvertrag §§ 2274 ff. BGB — beidseitige Bindung, nur notariell. - Pflichtteilsverzicht (§ 2346 Abs. 2 BGB) — nur notariell § 2348 BGB. - Testamentsvollstreckung §§ 2197–2228 BGB — Verwaltungs-, Abwicklungs- oder Dauervollstreckung. - Internationales Erbrecht: bei grenzüberschreitenden Bezügen Rechtswahl nach Art. 22 EU-ErbVO (650/2012) möglich. Standardliteratur: Grüneberg BGB § 2247 ff.; MüKo-BGB / Leipold zu §§ 2247–2270. ## Gestaltungsregeln | Klausel | Funktion | Hinweis | |---|---|---| | Erbeinsetzung Quote | Wer wird Erbe (§ 2087 Abs. 1 BGB) | „als Alleinerbe" oder „zu Quote x" — keine Einzelgegenstände ohne Quotenangabe | | Vermächtnis | Einzelgegenstand schuldrechtlich (§ 1939 BGB) | Vermächtnisnehmer ist nicht Erbe | | Teilungsanordnung § 2048 BGB | Verteilung unter Erben | Berührt nicht die Quote | | Pflichtteilsstrafklausel | Wer Pflichtteil verlangt verliert Schlusserbenstellung | Üblich im Berliner Testament | | Wiederverheiratungsklausel | Bedingte Verfügung bei Wiederheirat | Vorsicht — keine sittenwidrige Behinderung | | Behindertentestament Vor- und Nacherbschaft mit Dauer-TV | Schutz vor Zugriff Sozialhilfeträger §§ 93 102 SGB XII | Grundsatzentscheidung BGH IV ZR 169/89, Urt. v. 21.03.1990, NJW 1990, 2055; bestätigt BGH IV ZR 231/92, Urt. v. 20.10.1993; Pflichtteilsverzicht BGH IV ZR 7/10, Urt. v. 19.01.2011. | ## Schreibvorlage eigenhändiges Berliner Testament ``` Gemeinschaftliches Testament Wir Eheleute [Name 1] geboren am [Datum 1] und [Name 2] geboren am [Datum 2] beide wohnhaft in [Ort] errichten hiermit folgendes gemeinschaftliches Testament. § 1 Gegenseitige Erbeinsetzung Wir setzen uns gegenseitig zu alleinigen und unbeschraenkten Erben ein. § 2 Schlusserben Schlusserben des Laengstlebenden werden unsere gemeinsamen Kinder [Name a] und [Name b] zu gleichen Teilen. § 3 Pflichtteilsstrafklausel Macht ein Kind nach dem Tod des Erstversterbenden seinen Pflichtteil geltend so ist es auch nach dem Tod des Laengstlebenden auf den Pflichtteil beschraenkt. § 4 Wechselbezueglichkeit Saemtliche Verfuegungen sind wechselbezueglich § 2270 BGB. [Ort] [Datum] [Eigenhaendige Unterschrift Ehegatte 1] [Eigenhaendige Unterschrift Ehegatte 2] ``` ## Übergabe - Bei Vermögen über Freibeträgen (Ehegatte 500 TEUR Kinder 400 TEUR § 16 ErbStG) Hinweis auf Schenkungs-/Erbschaftsteuerberatung. - Bei Unternehmensvermögen Nachfolgeregelung gesondert prüfen (Begünstigungen §§ 13a, 13b ErbStG). - Empfehlung Hinterlegung beim Amtsgericht (§ 2248 BGB) — Hinterlegungsgebühr nach GNotKG (KostO ist durch das 2. KostRMoG vom 23.07.2013, BGBl. I S. 2586, mit Wirkung zum 01.08.2013 außer Kraft getreten). - Anschluss-Skill bei späterem Erbfall: `fachanwalt-erbrecht-erbschein-antrag`.